Zecke, vollgesogen Zecken und so

Zecken auf Hunden

frisch festgebissene Zecke auf einem Hund

Jedes Jahr im Frühjahr geht die Invasion wieder los. Dutzende, manchmal hunderte Zecken versammeln sich auf dem Hund. Wenn man den Hund direkt nach dem Spaziergang absucht, findet man viele, die sich noch nicht festgebissen haben. Diese kann man einfach entsorgen. Da man aber für gewöhnlich doch nicht alle findet, egal, wie sorgfältig man sucht, werden sich hin und wieder auch Zecken festsaugen. Diese sollte man möglichst bald fachgerecht entfernen, am besten nicht mit den Fingern, sondern mit einem Zeckenhaken oder einem vergleichbaren Gerät.

Je größer der Hund, je langhaariger das Fell, umso weniger sollte man sich wundern, wenn man Zecken in allen Stadien der Saugtätigkeit findet. Je größer die Zecke, umso länger saugt sie schon das Blut des Hundes. Die Einsicht, dass man einfach nicht alle findet, kommt also früher oder später. Hinzu kommt, dass die meisten Hunde zwar das Absuchen genießen, es aber doch einen nicht unerheblichen Zeitaufwand bedeutet, den nicht jeder leisten kann. Spätestens bei mehreren Hunden ist das nicht zu schaffen. Es müssen also andere Methoden her.

Zeckenabwehr und -vorbeugung für Hunde

Man kann dem Zeckenbefall auf dem Hund vorbeugen, indem man die bevorzugten Aufenthaltsorte der Zecken meidet. Das bedeutet aber eine ganz erhebliche Einschränkung für den Hund, liebt er es doch, nicht auf dem Weg, sondern auf dem Grünstreifen daneben zu laufen, im Unterholz zu schnüffeln und sich auch sonst überall da aufzuhalten, wo Zecken vorkommen. Reine Stadthunde, die die Natur nicht kennen, werden natürlich weitgehend von Zecken verschont, aber ob es das Leben ist, das der Hund sich wünscht?

Praktikabler ist, den Hund vorbeugend mit einem Mittel zu behandeln, das die Zecken abwehrt, tötet oder sonstwie vertreibt. Dabei kann man natürliche Mittel und Hausmittel von chemischen Mitteln unterscheiden. Die Hausmittel und natürlichen Mittel sind eher nebenwirkungsarm bis nebenwirkungsfrei, jedenfalls aus der Perspektive des Menschen. Leider wirken sie sehr unterschiedlich.

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Zecken orientieren sich unter anderem über den Geruch, deshalb gibt es eine ganze Reihe von Mitteln, die den Eigengeruch des Hundes verändern oder überdecken. Das reicht von Knoblauch bis hin zu Citronella und anderen ätherischen Ölen. Man sollte bedenken, dass Hunde keine Menschen sind. Für Hunde ist ihr Eigengeruch sehr wichtig, auch wenn Menschen vielleicht andere Aromen vorziehen. Knoblauch ist als Zwiebelgewächs für Hunde zumindest nicht unbedenklich. Die regelmäßige Aufnahme kann bei Hunden zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen, also zu einer Anämie führen, auch wenn Knoblauch für Menschen unbedenklich und gesund ist. Andere Methoden, wie zum Beispiel Bernsteinketten und andere Kuriositäten, wirken zumindest dann, wenn man fest dran glaubt. Wunder werden zwar öfter versprochen, treten dann aber für gewöhnlich doch nicht ein.

Eine deutlich bessere Wirksamkeit haben für gewöhnlich die chemischen Mittel, die man in der Apotheke bekommt, die zum Teil auch verschreibungspflichtig sind, also beim Tierarzt besorgt werden müssen. Auch sie wirken nicht hundertprozentig, haben auch eher mal Nebenwirkungen. Man muss also abwägen, was einem wichtiger ist, die perfekte Lösung gibt es nicht.

Warum ist es wichtig, die Zecken zu bekämpfen?

Zecken können eine ganze Reihe von Krankheiten auf Hunde übertragen, vor allem die Borreliose kommt recht häufig vor. Hunde können gegen Borreliose geimpft werden, das verhindert aber eben nur Borreliose, keine anderen Erkrankungen. Man muss also in jedem Fall aufpassen, dass der Hund möglichst keine Zeckenstiche bekommt. Ob die Impfung unter diesen Umständen sinnvoll ist, sollte man im Gespräch mit dem Tierarzt entscheiden. Es handelt sich nicht um eine Impfung gegen Zeckenbisse, so etwas ist nicht möglich. Weitere Krankheiten, die durch Zecken auf Hunde übertragen werden können, sind die Babesiose, die Ehrlichiose, die Anaplasmose und noch eine ganze Liste weiterer, seltener Erkrankungen. Hinzu kommt immer die Möglichkeit einer lokalen Infektion der Stichstelle. Infektionen kann man am besten vermeiden, indem man Zeckenstiche verhindert beziehungsweise festgebissene Zecken so früh wie möglich entfernt. Bei rechtzeitiger Zeckenentfernung werden meistens keine Krankheitserreger übertragen, auch wenn es natürlich keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Aber auch wenn man mal richtig vollgesogene Zecken findet, die schon länger am Hund saugen, ist das kein Grund zur Panik. Nicht jede Zecke enthält Krankheitserreger, und ein gesunder Hund hat ein gut funktionierendes Immunsystem. Man muss ihn nach einem Zeckenstich im Auge behalten, damit man bei Krankheitsanzeichen rechtzeitig reagieren kann, aber meistens wird es gut gehen.

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